Nicht nur bei GenY – der Wunsch nach Selbstbestimmung

Freiheit Werte-Index 2012 Peter Wippermann

Peter Wippermann, trendbüro, über den WERTE-INDEX 2012, Social Media Week HH, 15.02.2012

Mark Poppenborg von intrinsify.me erwähnt heute in einem Gastbeitrag auf dem saatkorn Blog einen zentralen Punkt, der bei dem Hype um die Generation Y gerne unter den Tisch fällt:

„Was die Generation Y wirklich will, ist mehr Selbstbestimmung – so wie jede andere Generation vor ihr auch schon.“

„Mehr Verantwortung, Freiheit, Mitbestimmung und Flexibilität würde keine der Vorgängergenerationen ablehnen, im Gegenteil, sie würden sie mit offenen Armen begrüßen.“

„Sie (Anm. d. Bloggers: die Generation Y) unterscheiden sich eben nur in einem: der Proklamation ihrer Bedürfnisse.“

Das ist in der Tat ein häufig vernachlässigter Punkt. Es geht nicht um eine rebellierende Altersgruppe, die etwas vollkommen neues fordert – sondern um gesellschaftliche Trends, die  in dieser Generation am deutlichsten zu Tage treten.

So hat Trendforscher Peter Wippermann in seinem Werte-Index 2012 über 150.000 veröffentlichte User-Meinungen aus Blogs, Foren und Communities untersucht. Das Ergebnis: einer der stärksten Werte, die sich aus der Analyse ergeben haben, ist „Freiheit“. Ich hatte die Gelegenheit, ihn über die Ergebnisse des Werte-Indexes sprechen zu hören. Was deutlich wurde: Freiheit wird auf breiter Ebene in erster Linie als  „Autonomie der eigenen Entscheidung“ verstanden – was nichts anderes ist als Selbstbestimmung. Damit stehen die 20-30jährigen also keineswegs allein auf weiter Flur, ihre Ansprüche stehen aufgrund der Diskussion über den Fachkräftemangel nur stärker im Rampenlicht.

Wer die Diskussion der sich ändernden Anforderungen an Unternehmen auf Millenials beschränkt, springt also zu kurz. Ich sehe sie als Treiber einer neuen Arbeitskultur – aber nicht als alleinige Anspruchsgruppe. Oder wie eines meiner Lieblings-Testimonials einer Babyboomerin (Video oben, ab 1m:49s) in einer Gen Y Studie der Ashridge Business School sagt: „Generation Y fragt nach all dem, was wir eigentlich auch wollen –  uns aber nicht trauen, zu fragen.“

Also: den Artikel von Mark unbedingt lesen – ich kann seinen Punkt nur unterstreichen.

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1 Kommentar
  1. Hi Christoph,

    Vielen Dank für’s Kommentieren und Aufgreifen. Super cooler Blog den Du hier hast. Bin ich noch nie drauf gestoßen.

    Schönes Wochenende,
    Mark

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