Die Nachrichtenagentur Thomson Reuters hat in ihrem YouTube Kanal einen – wie ich finde – wunderbaren Beitrag zur (Jugend-)arbeitslosigkeit veröffentlicht. Ihre Fotografen haben Fotos von jungen Menschen aufgenommen, die sie in Jobs zeigen, mit denen sie sich über Wasser halten.

Das ganze wirkt dadurch, dass die Bilder zunächst wie ein normales Portrait aussehen und mit dem Beruf untertitelt sind, für den die Abgebildeten eigentlich ausgebildet sind. Der volle Bildausschnitt zeigt sie dann ihn ihren Aushilfsjobs. Eindrucksvoller kann man das Drama, was beispielsweise eine Vielzahl von jungen Südeuropäern betrifft, kaum zeigen. Deutschland ist in dieser Hinsicht mit derzeit 7,6% Arbeitslosigkeit bei den unter 25 jährigen vergleichsweise wenig betroffen. Ich habe mich schon häufiger gefragt, wie sich die Krise aber auf diese Generation junger Menschen in den Ländern mit hoher Arbeitlosigkeit auswirken wird:

Young and out of work – graphic of the day Thomson Reuters

Die relativ einfache Fotoaktion von Thomsons Reuters, muss ich sagen, finde ich bei weitem eindrucksvoller, als die “Unemployee of the Year” Kampagne von Benetton, über die ich schon bei anderer Gelegenheit geschrieben habe. Auch ihr Ziel war es, Bewußtsein für die Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu schaffen. Das ganze ist nur nie über die Kampagnenanzeigen und -plakate hinaus gegangen. Aktionen, wie die von Thomson Reuters, wären ein schöner nächster Schritt gewesen.

Thomson Reuters hat übrigens ein lesenswertes Blog namens “Knowledge Effekt” mit Fakten nicht nur zum Thema Arbeitslosigkeit.

IMG_20130328_211959Gestern Abend bemerkte ich einen beeindruckenden Kommentar hier im Blog. So beeindruckend, dass ich die Verfasserin gebeten habe, ihn hier als Gastbeitrag nochmal veröffentlichen zu dürfen. Linda, Jahrgang ’89, schreibt aus Ihrer Sicht über die Veränderungen von Führung. Aber lest selbst:

Wir wollen keine Manager sein? Doch – nur auf eine neue, kreativere Weise!

Generation Y: why. Why? Unsere Generation weiß nicht was sie will, kann sich nicht entscheiden („Weicheier“) und stellt alles in Frage. Gut so: auf diese Weise werden herrschende Modelle durchleuchtet und neu erfunden. Eigentlich nicht anders, als es in den 60ern geschah, nur dass unsere Revolte leiser verläuft. Etwas unbemerkter. Gerade weil ja der Tenor herrscht, wir könnten nach der rebellischen Generation unserer Eltern gar nicht noch mehr in Frage stellen. Aber wir können: Mit dem Fall der Moderne und der Entstehung der Postmoderne – wohlgemerkt aus der Hippiekultur heraus – hat sich das klassische Bild der Führungskräfte verändert. Ein guter Chef muss jetzt zuhören und kreativ führen. Bei seinen Mitarbeitern beliebt sein. Kreativität hat sowieso in allen Lebensbereichen Einzug gehalten. Aus dem Privatleben und Praktiken der Hippie Subkultur hat sie sich seit spätestens der 80er Jahre in den Mainstream hervorgekämpft.
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ZEIT Generation Y Titel 07.03.13Och bitte, liebe Journalisten! Ich weiß ja, dass Überspitzung ein Stilmittel ist, was insbesondere gerne bei Überschriften eingesetzt wird. Aber es reicht langsam. Was haben wir in den vergangenen Monaten alles gelesen: “Generation Weichei”, “Wählerisch wie eine Diva beim Dorftanztee”, “Die Kuschelkohorte” – der Kollege Nico Rose hat auf seinem Blog dazu eine wunderbare kleine Sammlung veröffentlicht. Und heute titelt die ZEIT (07.03.2013, No. 11) mit “Faul und schlau! Die Generation der 20-30 jährigen”. Dabei ist es eigentlich ganz toll, dass die ZEIT als große Wochenzeitung das Thema Generation Y nicht nur als Aufmacher verwendet, sondern ihm auch noch drei ganze Seiten in ihrem Wirtschafts- (und nicht etwa im Karriere)teil widmet! Undzwar mit hervorragend recherchierten und geschriebenen Artikeln und Interviews und genau der differenzierten Darstellung, die in der öffentlichen Diskussion so gerne unter den Tisch fällt – und die guten Journalismus ausmacht. Dasselbe Phänomen übrigens auch im Gen Y Beitrag des manager magazins. Ein super Artikel – aber eine Überschrift, die an Plattheit nicht zu überbieten ist. Warum brauchen die Artikel das? Weiterlesen…

rebloggt von I love Mafo:

“Every Magic comes with a price“ warnt Rumpelstilzchen in der aktuell erfolgreichen US- Märchenadaption „Once upon a time“. Alles hat seinen Preis, wo Vorteile auf uns warten, warten immer auch Nachteile, wo etwas Gutes ist, scheint etwas Schlechtes nicht weit zu sein. Eine Entscheidung für oder gegen etwas zu treffen – eine Karriere, ein Lebensmodell – bringt Konsequenzen mit sich. Das wussten die Gebrüder Grimm, das weiß Johann Wolfgang Goethes Götz von Berlichingen, wenn er sagt „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ An sich also nichts Neues.

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Sehr reflektierte Betrachtung der Generation Y mit der Brille eines Marktforschers. Aber keine Angst: es erwarten den Leser keine Datenreihen und Pivot Grafiken sondern vielmehr eine sehr kluge Beschreibung und Interpretation von Beobachtungen zu den Millennials. Absolut lesenswert!

Nichts ist besser geeignet, das Lebensgefühl einer Generation zu erspüren, als ihre Musik. Am bekanntesten dafür sind sicherlich The Who mit ‘My Generation‘. Auch für die Generation Y lohnt es sich mal näher hinzuhören.  Exemplarisch hier drei fünf Songs, denen ich  pauschal das Millennial Label verleihe – aber bitte hören Sie selbst!

Es geht los mit Frittenbude’sZeitmaschinen aus Müll‘ – nicht nur aus Hamburger Lokalpatriotismus sondern auch, weil es ein großartiger Song ist.

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rebloggt von Generation: That's Y!:

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Wer Karriere in unserer heutigen Wirtschaftswelt machen möchte, folgt einer einfachen Formel: Raus aus der Schule, rein in die Uni. Raus aus dem Hörsaal, rein ins Praktikum. Raus aus der Uni, rein in den Job. Das Produkt: Eine Armee von Klonen.

Was unterscheidet die einzelnen Kandidaten da noch von einander? Wie soll ein Personaler hier eine fundierte und an der zukünftigen Entwicklung des Kandidaten ausgerichtete Entscheidung treffen?

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Heute ein kurzer Hinweis auf den neuen Artikel im "Generation: That's Y!" Blog mit einem Plädoyer für mehr Freiheit und Mut in der Generation Y zum Unternehmertum. Mein Lieblingssatz über den Unterschied von Studium und Umsetzung: "Man muss das Spiel einmal von Anfang bis Ende mitgespielt haben. Alles andere ist lediglich das Studium der Spielanleitung – weder aufregend noch sonderlich hilfreich". Lesenswert!

ThatsYTeaserWo momentan so viel über die Generation Y berichtet wird, kommt es gerade recht, dass ich vor einigen Wochen Thorsten Reiter traf, der seit kurzem unter “Generation: That’s Y!” als Vertreter der Generation Y zum Generationsthema bloggt. Das ist gleichzeitig ein schöner Anlass für die Premiere des ersten Interviews hier im Blog:

RecruitingGenerationY: Thorsten, worum geht es in Deinem Blog, warum hast Du angefangen es zu schreiben?

Thorsten Reiter (Foto: Lars Kehrel)Thorsten Reiter: Es wird unglaublich viel über die Generation Y diskutiert aber so gut wie überhaupt nicht MIT ihr. Als wären ihre Vertreter unzurechnungsfähige Entrückte oder eine außerirdische Spezies, mit der man nicht kommunizieren kann. Das ärgert mich und das möchte ich ändern. Außerdem erkenne ich die Generation Y in unglaublich vielen Punkten nicht wieder, die über sie verbreitet werden. Mit meinem Blog möchte ich also einerseits zum Cross-Generation-Dialog beitragen und andererseits mit meinen Mit-Ypsiloner in Kontakt treten und sagen: „Auf geht’s: es gibt eine Menge zu verändern und die Zeit ist jetzt gekommen, genau das zu tun!“

RecruitingGenerationY: Die Generation Y ist in den letzten Wochen von der Presse als “Kuschelkohorte“, “Weicheier” oder “Diven” betitelt worden – ist da nicht was wahres dran?

Thorsten Reiter: Wenn ich solche Aussagen lese, stellt sich mir die Frage: Was ist an kuscheln verkehrt? Warum sollte sich irgendjemand – egal aus welcher Generation – damit abfinden wollen, im Büro permanent auf Konfrontationskurs sein zu müssen? Wir verbringen einen beträchtlichen Teil unserer Lebenszeit am Arbeitsplatz, also möchten wir uns dort wohlfühlen und nicht permanent Intrigen spinnen müssen und uns anbellen lassen. Aber: Wer eine Affinität zu Harmonie und aufrichtigem Austausch mit fehlendem Vermögen, sich durchsetzen zu können verwechselt, macht einen großen Fehler.

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