Dass die Arbeitswelt sich verändert, ist eine Binsenweisheit. Warum sie das aber tut, ist eine spannende Frage, zu der ich gerade auf eine passende Infografik gestoßen bin. Eine gute Gelegenheit auf meine kleine Infografik Sammlung hier auf dem Blog oder drüben bei Pinterest hinzuweisen. Falls Ihr noch mehr davon haben wollt…

Important Work Skills for 2020
Source: Top10OnlineColleges.org – die Daten gehen übrigens zurück auf die  Future Work Skills 2020 Studie des IFTF, der sich auch im Researchbereich des Blogs unter “Future of Work Research” findet. Kleine Welt, das.

ACT DIFFERENT! Konferenz Logo

Die kommenden Wochen werden spannend: bis Ende Juni finden eine ganze Reihe sehr interessanter Veranstaltungen rund um Change, Zukunft, Trends und die Veränderung der Arbeitswelt statt. Es sind so viele, dass es ab jetzt eine eigene Seite mit ausgewählten Veranstaltungshinweisen im Blog gibt.

Den Anfang machte kommende Woche die ACT DIFFERENT! in Berlin, die vom ECON Verlag ausgerichtet wird. Die “Konferenz für Andersmacher” hat außergewöhnliche Referenten und beschäftigt sich mit drei thematischen Schwerpunkten: Im Themenblock „Wendepunkt Generation Y“ geht es darum, was die Generation Y so besonders macht und wie das Zusammenspiel mit den anderen Generationen gelingt. Im Block „Veränderungen meistern“ geht es darum, alte Denkmuster aufzubrechen und dadurch Marktchancen schneller als die Konkurrenz zu erkennen. Der Themenbereich „Let’s talk Leadership“ zeigt anhand praktischer Beispiele und einem Round Table Talk wie Kommunikation aussehen muss, die Mitarbeiter motiviert und Konflikte löst. Jürgen Diessl, Verlagsleiter Econ, erklärt ACT DIFFERENT! wie folgt:

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Dark Horse Act Different KonferenzWas haben ein Blondinenwitz, eine Gruppenarbeit an der Uni und ein Generation Y Artikel gemeinsam? Richtig… sie alle leben von Pauschalurteilen.

Schon seit einiger Zeit beschleicht mich ein ungutes Gefühl, wenn ich über DIE Generation Y spreche. “Hah, endlich!” mag jetzt der ein oder andere Leser denken. Wirft man einen Blick unter die einschlägigen Artikel in der Publikumspresse, so wimmelt es von protestierenden Vertretern der verschiedensten Generationen, die sich gegen Verallgemeinerungen, mangelnde Recherche, populärjournalistischen Auswüchse oder vermeintliche Ich Bezogenheit des Journalisten verwahren, der so schlimm fälschliches über Generation X, Y, Z verbreitet. Der/die Arme! Kommt man doch nicht umhin bei der Beschreibung von Generationen auf Stereotypen zurückzugreifen. Diese – und dazu stehe ich – stimmen in ihrer Tendenz überein, solange man sich an seriöse Studien hält. Dennoch gelten nicht alle Eigenschaften für jedes Individuum innerhalb einer Altersgruppe. Zuviele andere Parameter beeinflussen deren Werte und Verhalten: individuelle Sozialisation, Umfeld, Lebenssituation etc. Und wo gerade die Vertreter der Generation Y derzeit rauf und runter diskutiert werden, verdienen sie eine differenziertere Beschreibung.

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Murmann Verlag: Glück schlägt GeldIch weiß nicht, ob es an der Jahreszeit liegt (war ja schließlich gerade Leipziger Buchmesse) oder Zufall ist: in den letzten Wochen sind vermehrt Bücher zur Generation Y und der Veränderung der Arbeitswelt erschienen. Ein guter Grund zwei von ihnen hier vorzustellen und dabei auf weitere tolle Werke zu verweisen, die ich hier unter “Literature” gesammelt habe.

Den Anfang macht “Glück schlägt Geld. Generation Y: Was wir wirklich wollen”. von Kerstin Bund. Ich traf die Autorin das erste Mal bei einem Interview zu einem ZEIT Artikel über die Generation Y, der im März vergangenen Jahres erschien. Obgleich ich mich damals sehr über die reißerische Titelzeile “Faul und schlau” geärgert habe, ist mir das Interview als sehr gut und professionell vorbereitet in Erinnerung geblieben und der Artikel als solches war ausnehmend gut recherchiert und geschrieben. Dieser Artikel war wohl auch der Anstoß für Kerstin Bund weiter zu recherchieren und aus den Ergebnissen und ihren eigenen Erfahrungen als Generation Y Vertreterin ein Buch zu veröffentlichen.

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IG Metall Was mich bewegt SpotWas will ich? Welchen Weg soll ich einschlagen? Was ist mir Karriere wert, wieviel Wert lege ich auf meine Freizeit? Ist es Zeit, etwas anderes zu machen? Jo Diercks hatte Anfang des Jahres in seinem Recrutainment Blog einen ausführlichen Beitrag über die Notwendigkeit der Berufsorientierung für junge Berufseinsteiger geschrieben und im gleichen Zuge andere Blogger aufgefordert, sich im Sinne einer Blogparade dem gleichen Thema zu widmen. In Folge entstanden viele (Stand heute 22!) bemerkenswerte Artikel (u.a. auch hier auf dem Blog), die das Thema aus den verschiedensten Perspektiven beleuchten.

Für mich gibt es zwei Essenzen aus den Beiträgen: zum einen wird die überbordende Optionsvielfalt als Auslöser der Entscheidungsschwierigkeiten jungen Schulabgänger und Studenten angeführt. So zeigt Jo Diercks in seinem Artikel, dass es alleine in Deutschland derzeit 340 mehr als 600 Ausbildungsberufe (IHK, Berufsfachschulen, -akademien etc.) und knapp 10.000 grundständige Studiengänge gibt. Dass eine Vielfalt an Wahlmöglichkeit nicht etwa zu schnelleren und besseren Entscheidungen führt, sondern im Gegenteil – der Lähmung – mündet, belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien (wen’s interessiert: Micael Dahlén bereitet dies in seinem Buch “Nextopia” gut zu lesen auf).
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A Big Thank You

Das Thema Generation Y hat 2013 viel Aufmerksamkeit bekommen. Das Ausmaß hat mich ehrlich gesagt überrascht: fast alle großen Medien haben ausführliche Gen Y Artikel gebracht. Unternehmen fangen an, sich (vorsichtig) heranzutasten und fragen nach Vorträgen oder Workshops. Ich bekomme immer häufiger von wildfremden Menschen Rückmeldung zu meinen Artikeln. Die Zugriffe auf das Blog sind explodiert. Das alles freut mich ungemein.

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Durch einen Link in einem Artikel des embrace Blogs entdeckte ich eine wunderbare Slideshare Präsentation über die Generation Y: Die junge Visual Designerin Orsolya Nemes zeichnet darin mit wenigen Worten und vielen Bildern eine präzise Skizze ihrer Generation. Das alleine war schon toll. Sie hat aber auch vor wenigen Wochen bei der TEDx Youth Conference in Budapest gesprochen und heute eine Slideshare Version ihres Talks hochgeladen. Und die toppt alles, was ich bislang als Präsentation zu Generationen in der Arbeitswelt gesehen habe: auf 73 Charts erzählt sie über ihren Einstieg in die Arbeitswelt, beschreibt die Erwartungen verschiedener Generationen an die Arbeitswelt und endet mit einem Appell, der mir aus dem Herzen spricht:

WE ALL WANT A WORKPLACE WHERE:
-  WE LIKE TO BE
-  WE CREATE VALUE
-  WE ARE INSPIRED
-  WE WORK WITH A GOOD TEAM
-  WE CAN MAKE A DIFFERENCE

LET’S TALK ABOUT IT. LET’S TALK ABOUT US. WITH US.

Word, Orsolya! And thank you. Can’t wait to see your talk online at TEDxYouthBudapest!