Die Nachrichtenagentur Thomson Reuters hat in ihrem YouTube Kanal einen – wie ich finde – wunderbaren Beitrag zur (Jugend-)arbeitslosigkeit veröffentlicht. Ihre Fotografen haben Fotos von jungen Menschen aufgenommen, die sie in Jobs zeigen, mit denen sie sich über Wasser halten.
Das ganze wirkt dadurch, dass die Bilder zunächst wie ein normales Portrait aussehen und mit dem Beruf untertitelt sind, für den die Abgebildeten eigentlich ausgebildet sind. Der volle Bildausschnitt zeigt sie dann ihn ihren Aushilfsjobs. Eindrucksvoller kann man das Drama, was beispielsweise eine Vielzahl von jungen Südeuropäern betrifft, kaum zeigen. Deutschland ist in dieser Hinsicht mit derzeit 7,6% Arbeitslosigkeit bei den unter 25 jährigen vergleichsweise wenig betroffen. Ich habe mich schon häufiger gefragt, wie sich die Krise aber auf diese Generation junger Menschen in den Ländern mit hoher Arbeitlosigkeit auswirken wird:
Die relativ einfache Fotoaktion von Thomsons Reuters, muss ich sagen, finde ich bei weitem eindrucksvoller, als die “Unemployee of the Year” Kampagne von Benetton, über die ich schon bei anderer Gelegenheit geschrieben habe. Auch ihr Ziel war es, Bewußtsein für die Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu schaffen. Das ganze ist nur nie über die Kampagnenanzeigen und -plakate hinaus gegangen. Aktionen, wie die von Thomson Reuters, wären ein schöner nächster Schritt gewesen.
Thomson Reuters hat übrigens ein lesenswertes Blog namens “Knowledge Effekt” mit Fakten nicht nur zum Thema Arbeitslosigkeit.






